Nach fünf Jahren Produktion freuen wir uns den Film “Die Ökonomie des Glücks – The Economics of Happiness” jetzt auch in Deutschland präsentieren zu können.
Die Internationale Gesellschaft für Ökologie und Kultur (International Society for Ecology and Culture) hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten mit den grundlegenden Ursachen der vielen Krisen, mit denen wir heute konfrontiert sind, beschäftigt. Von Klimawandel bis Terrorismus, von finanzieller Unsicherheit bis Depression – unserer Ansicht nach können die meisten der drängenden Probleme auf das globale, nicht nachhaltige Wirtschaftssystem zurückgeführt werden. Noch wichtiger ist es uns, einen Weg aufzuzeigen, wie diese Probleme gleichzeitig angegangen werden können: durch lokales Wirtschaften.
"Die Ökonomie des Glücks" beinhaltet neben einer grundlegenden Analyse der Globalisierung auch eine hoffnungsvolle Botschaft für die Zukunft. Die interviewten WissenschaftlerInnen und AktivistInnen aus allen Kontinenten repräsentieren die Interessen der meisten Menschen des Planeten. Ihre Botschaft ist eindeutig: um die biologische und kulturelle Vielfalt wieder herzustellen, müssen wir lokal wirtschaften. Ein Wandel weg von der globalen hin zur lokalen Wirtschaft ist demnach eine magische Formel, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und unser Wohlbefinden zu steigern.
Wenn Menschen beginnen, den Klimawandel, die globale wirtschaftliche Instabilität und das persönliche Leid – Stress, Einsamkeit, Depression – miteinander in Verbindung zu setzen, entsteht das Potenzial einer Bewegung, das die Welt grundlegend verändert. Durch die Vielfalt der unterschiedlichen Perspektiven zeigt der Film diese oft verborgenen Verbindungen. Wir gehen über die eingeschränkten Analysen des Mainstreams hinaus und zeigen auf, dass der Widerspruch zwischen den menschlichen Bedürfnissen und denen der Natur keineswegs unvermeidlich ist.
Der Widerstand gegen die Ausweitung wirtschaftlicher Globalisierung hat starke, neue Allianzen entstehen lassen: ÖkologInnen schließen sich mit GewerkschaftlerInnen zusammen, unabhängige UnternehmerInnen arbeiten mit Kleinbauern und -bäuerinnen. Auf Basisebene werden die Grenzen auf neue Art und Weise durch Lokalisierung überwunden – unabhängig von ethnischer, religiöser, wirtschaftlicher und sogar Parteizugehörigkeit.
Für uns war der Prozess des Films unglaublich inspirierend. Allein die Vielzahl an Basisbewegungen zu sehen, war ermutigend – ein Beweis des guten Willens und der Widerstandskraft der Menschen. Wir hoffen, dass die „Ökonomie des Glücks" die ZuschauerInnen auf der ganzen Welt gleichermaßen inspiriert. Der Film schafft Einblicke, gibt Hoffnung und Stärke und vor allem Motivation, sich den wachsenden Lokalisierungs-Bewegungen anzuschließen. Lokales Wirtschaften allein kann uns nicht vor Umwelt- und Wirtschaftskatastrophen schützen, aber es kann uns helfen, die lebenswichtigen Beziehungen zur natürlichen Umwelt und untereinander wiederzuentdecken, die unserem Leben schließlich Sinn und Freude geben.
– Helena Norberg-Hodge, Steven Gorelick, John Page